Fritz!Box 7390 splitterlos betreiben

Kurz vor Weihnachten habe ich mir bei Amazon eine neue Fritz!Box 7390 gegönnt. Mehr DECT Reichweite, mehr Funktionen, mehr Power und meinte alte Fritz!Box 7270 reichte mir einfach nicht mehr aus.

Um auch aus dem Vollen zu schöpfen, wurde mein Telefonanschluss letzten Dienstag auf VoIP und splitterlosen Betrieb umgestellt. Dadurch fallen bei mir zwei Geräte weg. Einmal der ISDN-NTBA und dann der kleine DSL-Splitter. Weiterer Vorteil von dem splitterlosen Anschluss (in Fachkreisen auch Annex J Anschluss genannt) ist, dass der Upload höher wird. Bei meinem 16Mbit Anschluss von 1 Mbit auf 2,5Mbit.

Als ich nach Hause kam, war der Anschluss bereits umgestellt. Splitter und NTBA waren noch angeschlossen und der Router synchron mit der Vermittlungsstelle. Hier kam dann mein Einsatz. Die Telekom hatte mich vorher angerufen, dass ich den Splitter zu entfernen hätte, damit alles runder laufen würde und um natürlich den höheren Upload zu bekommen. Im Moment war dieser aber schon bei 1,7Mbit, was auch schon nicht schlecht ist.

Ich rupfte also den Splitter samt NTBA aus der Dose und freute mich, endlich diese Kästen los zu sein, bastelte aus dem Netzwerkkabel und dem RJ45-zu-TAE Adapter, der der FritzBox beilag eine Einheit, steckte die eine Seite in die FritzBox, die andere Seite in die TAE Dose. Und dann kam … NICHTS! Der dämliche Router behauptete doch, nicht verbunden zu sein. Steckte ich den Splitter wieder dazwischen, dann lief wieder alles. Meiner Meinung nach, konnte das doch nur die Schuld der Telekom sein.

Ich rief die Hotline an, schilderte den Fall. Man ging mit mir alles durch, als wäre ich ein blutiger Anfänger und MIR könnte ein Fehler unterlaufen. Tss! Als der First-Level-Supporter mir nicht helfen konnte, rief mich jemand von der Technik zurück, ging mit mir weitere Punkte durch, die Leitung wurde durchgemessen und er kam zu dem Schluss, dass ein Techniker sich die Sache vor Ort anschauen muss, da evtl. dort der Fehler liegen könnte.

HA! Hätte ich ja auch gleich sagen können!

Am nächsten Tag — ich wollte gerade nach Hause fahren, um den Techniker evtl. zu begrüßen — rief dieser mich auf dem Handy an und sagte: „Das ist ihr Fehler. So wie sie das angeschlossen haben, funktioniert das nicht“. Woher er das weiß, ohne bei mir in der Bude gewesen zu sein? Entweder hat er hellseherische Fähigkeiten oder er trägt nur dick auf, weil er nicht weiter weiß. Es stellte sich heraus, dass ersteres der Fall war.

Um es abzukürzen. Der schwarze RJ45-auf-TAE-Adapter ist nur für Analog-Telefonie gedacht. Darum belegt dieser nur die äußeren Pins auf dem Netzwerkabel. Das DSL Signal müsste bei der FritzBox aber auf den mittleren Leitungen anliegen. Ein entsprechender Adapter lag aber laut Lieferumfang nicht bei. Laut der Beschreibung von AVM muss man sich beim AVM-Support melden um ein passendes Kabel zu bekommen. Verstehe wer will, warum AVM das der FritzBox nicht direkt beipackt. Aber nach einem Anruf bei AVM wurde mir das Kabel kostenlos zugesandt.

Also, wenn man das so sieht, liegt der Fehler nicht wirklich bei mir. Mein Dank geht aber auch an den Techniker der Telekom, der nicht einfach zu mir nach Hause gefahren ist, sondern erst angerufen hat, da er den Fehler wohl schon kannte. Hätte er bei mir auf der Matte gestanden, wären €80 weg gewesen.

So ein Ärger und das alles nur wegen einem fehlenden Kabel!

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Bei den 72er Modellen waren die Kabel zum direkten Abgreifen des DSL Signals an der TAE Dose noch dabei. Bei der 73er Reihe ist es wohl immer unterschiedlich.

      Aber du hast einen Annex J Anschluss, d. h. du kannst deinen Anschluss ohne Splitter betreiben? Das gibts erst seit dem 25.9.2012.

  1. Jawoll, das hätte eine Geschichte von mir sein können.
    Ob wohl mein Heimnetz auch schneller wird, wenn ich eine Fritz!Box nehme?
    Das Speedport W921V ist doch auch schon was feines …? :-P

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