Archiv für die Kategorie ‘Aus dem Leben’

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Mitfahrgelenheit

8
September

Bei Spiegel Online gab es heute einen Bericht über die nervigsten Mitfahrer, die man mit der Mitfahrgelegenheit aufgabeln kann. Selbst bin ich auch vier Jahre mit der Mitfahrgelegenheit von Krefeld nach Hamburg und wieder zurück gependelt. Ich hatte die ganze Zeit über meine Stammfahrer. Die ersten 1,5 Jahre Christian, die restlichen 2,5 Jahre Karsten und einige Intermezzos mit ein paar anderen Fahrern, wo ich nicht einmal den Namen mehr weiß. Meine sehr seltsamen Erlebnisse hier:

Die Apathe
Unterwegs in einem geräumigen alten Mercedes E-Klasse von Hamburg zurück. Im Auto vier Kerle und eine ältere Frau. Wie so häufig haben wir auf der Hälfte der Strecke — Dammer Berge — eine Pause eingelegt. Ich sass vorn auf dem Beifahrersitz, hinten links und in der Mitte die beiden anderen Kerle und direkt hinter mir die ältere Frau. Als ich ausstieg sah ich noch, wie sie sich an die Fensterscheibe bzw. Tür presste.

Die Kerle stiegen aus — und Kerle passt, weil beide nicht gerade die schmächtigsten waren — dann die Frau. Einer der beiden Typen fragte, ob sie sich nicht letzten 200 km in die Mitte hinten setzen könnte, da es für alle einfacher zu sitzen wäre. Ihre Antwort war, dass das nicht ginge, da sie eine Apathie gegen Männer hätte.

Weiß der Henker, warum sie einen Mann anruft, um 400 km zu fahren, statt in einem reinem Frauenauto mitzufahren, von denen auch einige angeboten werden.

Die Feierlaunige
Freitags ging es wieder nach Hamburg. Ich war wieder Beifahrer. Mit dem Fahrer gabelten wir noch zwei Mädels auf. Eine von den beiden war richtig gut gelaunt und hatte auch schon eine leichte Alkoholfahne. Wir mussten noch tanken und an der nächsten Tankstelle kaufte sie zwei Pullen Sekt. Wie sie während der Fahrt erzählte, will sie mit einer Freundin am Wochenende auf dem Kiez feiern gehen. Während des Gesprächs öffnete sie die erste Flasche Sekt. Als wir auf der Hälfte der Strecke ankamen, war die Pulle leer und die zweite wurde geöffnet.

Auf der Rücktour am Sonntag war sie auch wieder dabei. War immer noch gut drauf und immer noch genauso voll wie am Freitag. Dabei hatte sie eine frische Pulle Sekt, wieder war diese nach der halben Strecke leer, sie total voll und pennte den letzten Teil.

Die Rollenspielerin
Irgendwann fuhr ich mitten in der Woche wieder zurück in meine damaligen Heimat. Es meldete sich ein Mädel, dass ich in Achim bei Bremen abholen (Randnotiz führ mich: Wenn ich mal ein Pseudonym brauche, werde ich mich wie die Autobahnausfahrt nennen — Achim Oyten) und in Duisburg wieder rauswerfen sollte.

Sie sass die erste Zeit total teilnahmslos auf dem Beifahrersitz. Mir war langweilig und ich fragte, was sie denn in Duisburg will. Ich wusste bis dahin noch nicht, dass das eine total bescheuerte Idee war. Sie legte dann los und erzählte — wie bei fast allen Mitfahrern — dass sie auf dem Weg zu ihrem Freund ist. Die natürlich anschliessende Frage ist, wo sie ihn denn kennengelernt hat. Mir war klar, dass sie ihm im Internet kennengelernt hat. Denn das haben eigentlich die Meisten, mit denen man fährt.

Sie erzählte mir dann folgende Geschichte. Ihren jetzigen Freund hat sie im Internet kennengelernt … durch das Online-Rollenspiel „Conquest of Camelot“. Zu diesem Online-Rollenspiel kam sie durch ihren ersten Freund, mit dem sie „Conquest of Camelot“ immer gespielt hat. In dem Spiel ist wohl ihr neuer Macker aufgefallen, der dort als Elf (oder was weiß ich) rumrannte. Auf einem Gildentreffen (was es nicht alles gibt) war sie mit ihrem ersten Freund und verknallte sich sofort in ihren neuen Elf Freund und gab ihrem ersten Freund den Laufpass und blieb dann bei dem neuen Macker. Eine typische, romantische Liebesgeschichte, wie man sie eben so kennt, nicht?

Und dann fing sie an zu quatschen und wollte damit so schnell auch nicht mehr aufhören. Sie erzählte mir, was für „Rassen“ es in dem Spiel gibt, dass es verschiedene „Charackter-Level“ gibt und was weiß ich. Sie hat nur nicht bemerkt, dass ich den Infomüll gar nicht haben wollte. Ein Glück quatschte sie mit der Beifahrerscheibe, so dass diese schon anfing zu beschlagen. Ich machte das Radio lauter — natürlich ganz sachte, damit ich sie in ihrer Ehre nicht verletze und sie dadurch „Charackter-Punkte“ verliert. Ich bin schließlich ein höflicher Mensch.

Sie quatschte bis wir in Duisburg angekommen sind. Ich war froh, dass kein längerer Stau war und mein bayrischer Hobel sehr schnell sein kann.

Die Ängstliche
Wieder mal selbst unterwegs gewesen und wieder eine Damen dabei. Ich hatte den Tempomat auf 150 km/h eingestellt und wollte so gemütlich und zügig zu Hause ankommen. Die Dame kreischte, dass ich viel zu schnell sei und sie das nicht hinnehmen kann, wenn ich so weiterfahre. Ich sollte nicht schneller fahren als 110 km/h, besser aber nur 100 km/h, was ihrer Meinung schnell genug sei und auch die Umwelt schonen würde. Wobei ihr ein grosses Auto eh zu wider sei.

Ich bin ja ein geduldiger Mensch und habe mir das eine gefühlte Ewigkeit angehört. Als ich ihr in meiner einzigartigen Art und Weise glaubhaft vermittelt habe, dass es für sie nur eine Möglichkeit gibt nach Hause zu kommen und zwar zu Fuss, hielt sie auf einmal ihre Klappe.

Ende
Nach vier Jahren hatte das alles dann zum Glück auch ein Ende gefunden (weil ich nun hier im Norden wohne) und ich muss mir das nicht mehr antun.

28
August

EleonoreEin Freund von mir fährt einen Ford Mustang, Baujahr 2005 und steht auf US Autos. Jedes Jahr findet in Grefrath das Street Mag Treffen über das Wochenende statt. Da ich auch ein Faible für Autos haben und Grefrath in meiner alten Heimat liegt, war ich bei diesem Trip dabei und hier ein kurzer Abriss des Geschehen.

Auf der Autobahn fuhr uns ein alter, roter Mustang, Baujahr 1969 hinterher. Als wir zum pinkeln auf einen Rastplatz rausfuhren, gondelte der uns hinterher. Der Fahrer war auch auf dem Weg zum Treffen. Es wurde sich kurz ausgetauscht und erst mal an der Karre rumgeschraubt, da das alte Pony Öl rausschmiss.

Auf der Autobahn selbst schaute uns jeder hinterher und Frauen winkten. Ich habe nie gedacht, dass ein Auto soviele Blicke hinter sich her zieht und Mädels so auf Autos stehen.

Irgendwann in Grefrath angekommen, macht man das, was man eben macht. Autos anschauen, mit den Besitzern quatschen, Bier trinken und ich habe noch alte Freunde aus der Gegend getroffen.

Gibt sicherlich ne Menge zu erzählen, aber das ist definitv zuviel. Also heisst es Bilder in der Fotogallerie anschauen.

Hier noch ein Video, mit einem flammenden Auspuff. Nach dem ersten Flammenstoss geht es ab ca. 0:44 weiter.

Burn Baby, Burn!
YouTube — Burn Baby, Burn!

Abgeheftet in: Aus dem Leben | Tags: | 09:08 Uhr | 0

Zitat des Tages

26
August

Ich habe nicht die Spitze der Nahrungskette erklettert, um Gemüse zu essen.

von Samuel

Abgeheftet in: Aus dem Leben | Tags: , , | 17:08 Uhr | 0

Ich will Kühe

18
August

ich_will_kuehe

Der Norden hat nicht viele Autobahnen. Während es in meiner alten Heimat im Rheinland und Ruhrgebiet massig Autobahnen zu befahren gab, gibt es hier oben gerade mal 3. A1, A7 und die A261, die die A1 und A7 verbindet. Und auf allen drei Autobahnen wird gerade gebaut. Das macht den täglichen Arbeitsweg nicht angenehmer. Also versuche ich das Chaos über Schleichwege zu umfahren.

Heute Morgen stand ich dann doch noch im Stau und die Verursacher waren schwarz-weiss gefleckt. Ein Bauer trieb seine Kuhherde von einer Weide zu anderen. Es war angenehmer zwischen Kühlen zu stehen, die dumm ins Auto glotzten, als in einer Blechlawine zu stehen.

Abgeheftet in: Aus dem Leben | Tags: , | 12:08 Uhr | 3

Hochzeitsfotobuch

11
August

[Trigami-Review] Ich wollte aus all unseren Hochzeitfotos ein Fotobuch zusammen stellen. Geheiratet und gefeiert haben wir schon vor drei Jahren und ein Fotobuch haben wir bis heute nicht zusammen gestellt. Meiner Frau und mir kam es also ganz gelegen, dass wir bei Extrafilm das Fotobuch Highlight ausprobieren durften. Extrafilm bietet Fotobücher für jeden Anlass, so dass man sein eigenes Fotobuch gestalten kann.

Als erstes wird die Bestellsoftware „Designer“ auf den Rechner geladen. Diese gibt es nur für Windows, was ich als Mac-User schon etwas bitter finde. Also wurde in einer virtuellen Umgebung Windows installiert und dann der Designer. Auf einem frischem Windows läuft es dann aber sehr unrund und man bekommt einen Laufzeitfehler nach dem anderen. Ein Update des Internet Explorers von Version 6 auf Version 8 half.

Wir haben uns erst einmal die Fotos herausgesucht und in einen Ordner gepackt, die wir auch im Fotobuch haben wollten. Dies macht das Arbeiten mit dem Designer um einiges einfacher, da an mit einem grünen Haken an dem Bild angezeigt wird, welches schon im Fotobuch ist und in der kleinen Vorschau ansonsten nicht viel von dem Foto erkennt.

Zur Auswahl stehen sehr viele vorgefertigte Designs, so dass die Seiten nicht einfach schlicht schwarz oder weiss sind. Weiter ist es möglich, zwischen jeder Seite ein Samtpapier einziehen zu lassen. Sehr schön!

Unser Design fügte (leider) über viele Bilder ein Ornament ein. Dieses kann man mit einem Klick auch löschen. Nur wenn man noch einmal alle Bilder durchschaut, ob man auch wirklich alle Ornamente erwischt hat, stellt man fest, dass alle wieder da sind. Muss ich nicht verstehen, also habe ich wieder alle gelöscht, um bei erneuter durchsicht wieder alle auf den Bildern zu haben. Scheint ein Bug in der Software zu sein, denn bei der Bestellung waren diese nicht mehr vorhanden.

Ansonten lässt sich mit dem Designer gut arbeiten und man kann sich richtig austoben bei der Fotobuchgestaltung. Hat man weniger Lust dazu, übernimmt das Programm auch die Verteilung der Bilder.

Alles in allem sitzt man aber doch sehr lange vor dem Programm bis man das Buch fertig hat, aber der Aufwand lohnt sich. Man muss sich nur bewußt sein, dass für die Lieferung im Schnitt — laut Anbieter — fünf Werktage ins Land gehen. Wir mussten zehn Tage warten. Gut, wenn man das in Werktage umrechnet, sind es nur sechs Werktage, weil zwei Wochenende dazwischen lagen und an dem einen längeren Werktag ist sogar DHL Schuld, da diese das Buch am Samstag nicht mehr in das gelbe Postauto bekommen haben.

Gestern kam dann also das Fotobuch dann auch noch bei uns an und die Erwartungen waren hoch. Die Erwartungen wurden aber übertroffen. Das Buch kommt in einem schönen Kunstledereinband, was sehr edel wirkt. Alle Seiten sind Hochglanzdrucke mit hoher Bildqualität. Meiner Frau und mir gefällt das Fotobuch sehr gut und wir würden glatt wieder eines zur Hochzeit basteln, aber man heiratet ja nur einmal (in der Regel).

Und wer sich jetzt auch ein Fotobuch bestellen möchte, sollte sich beeilen. Extrafilm hat eine Sommeraktion und bei Extrafilm geht der Sommer bis zum 31. Oktober 2009! Es gibt 20% Rabatt auf die Bestellung und weitere drei Euro für die darauf folgende Bestellung.

1
Juli

Wilde Verfolgungsjagd über 300 Kilometer

Ist zwar schon etwas her, aber ich kam einfach nicht dazu, meine Sicht der Dinge hier niederzuschreiben. Daher wirds jetzt nachgeschoben.

Ich wurde am Donnerstag Morgen um ca. 4 Uhr wach. Geweckt hat mich ein dröhnendes Geräusch, welches lauter wurde und sich wieder entfernte. Ich dachte, dass es der Bautrupp, ist neue Abwasserkanäle verlegt und die früher angefangen haben um dann auch früher Feierabend zu machen.

Da ich eh nicht mehr richtig einschlafen konnte, machte ich mich auch etwas früher auf dem Weg zur Arbeit. Ich fuhr gerade von der Einfahrt runter, da kam mir schon ein Polizeiauto entgegen. Das ist auch eigentlich nicht wirklich aussergewöhnlich, auch wenn ich in einem Vorort (ca. 4000 Einwohner) einer Kleinstadt (ca. 40.000 Einwohner) lebe. Ungewöhnlich dagegen war, dass es nicht der einzige Polizeiwagen war, bis ich den Kilometer zum Ortsausgang gefahren bin. Ich habe sieben gezählt. Einige standen an der Seite, andere kamen aus Seitenstrassen oder fuhren hinein. Meine erste Reaktion war, dass ich mich exakt an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten habe und bei dem kleinsten Spurwechsel den Blinker betätigt habe.

Hätte ich mir auch alles sparen können, denn hinter mir waren sie ja nicht her. Am nächsten Tag war in der Mopo (für alle Unwissenden: Hamburger Morgenpost) zu lesen, was wirklich los war.

Drei Männer, polnischer Abstammung (ist das jetzt schon Klischee?), haben in Berlin einen BMW Kombi gestohlen und sind damit in Richtung Hamburg gefahren. Von der Polizei irgendwann entdeckt begann dann eine 300 km lange Verfolgungsjagd. Hintern ihnen waren 35 Polizeiautos und ein Hubschrauber hinterher. Letzterer machte um 4 Uhr auch den Krach, von dem ich wach wurde.

Irgendwann kamen sie eben in Holm-Seppensen an. Dumm nur, dass es gerade einmal vier Möglichkeiten gibt, wieder aus dem Ort rauszukommen. Die Möglichkeiten wurden gesperrt und die Täter gestellt und der Hubschrauber zog ab und ich konnte noch ein wenig schlafen.

Hier noch ein paar Quellen:
Harburger Nachrichten
Landeszeitung
Hamburger Abendblatt
RTL Regional (Video)

Abgeheftet in: Aus dem Leben | Tags: | 19:06 Uhr | 0

DB Experiment — Hinfahrt

23
Juni

Heute fand also die Hinreise in meinem DB-Expriment statt.Und es fing auch so an, wie man es aus den Erzählungen kennt.

Erst kommt der Zug gut zehn Minuten zu spät. Aus meiner Sicht verschmerzbar, da ich — nach dem Fahrplan — 20 Minuten Zeit hatte, meinen Anschlusszug zu bekommen.

Dann kam statt des gebuchten ICEs nur ein IC. Dieser war kürzer als der geplante ICE und hatte dementsprechend weniger Plätze. Die gebuchte Sitzplatzreservierung war dementsprechend auch hinfällig, genauso der Tisch, den ich erwartet hatte, auf dem ich mein Laptop stellen konnte um einen Film zu schauen. Nix da von dem.

Im Moment ein absoluter Reinfall in Sachen Serviceleistung. Naja, wurde die Verspätung bis Frankfurt wieder reingeholt. Hoffentlich wird die Rückreise besser.

Hanging Monk
Beam me up!