Archiv für die Kategorie ‘Aus dem Leben’

Abgeheftet in: Aus dem Leben | Tags: | 15:06 Uhr | 4

Deutsche Bahn — Ein Experiment

9
Juni

Innerhalb der letzten 13 Monate war ich innerhalb Deutschlands ziemlich häufig unterwegs. Mein bevorzugten Fortbewegungsmittel waren entweder ein Auto oder das Flugzeug. Ende des Monats muss ich von Hamburg nach Darmstadt. Mit dem Auto plane ich ungefähr fünf Stunden (nervige) Fahrtzeit, wenn ich keinen Stau habe.

Das Flugzeug benötigt eine Stunde bis Frankfurt am Main. Aber das ich länger unterwegs bin ist mir bewusst. Eine Stunde Fahrt zum Flughafen, eine Stunde vorher dort sein, eine weitere Stunde dann der Flug und noch einmal gute 1,5 Stunden bis ich mein Gepäck habe, aus dem Flughafen bin und mich irgendwie nach Darmstadt transferiert habe. Macht insgesamt 4,5 Stunden. Und die sind auch nicht wirklich entspannend.

Also fix bei der Deutschen Bahn nachgeschaut. Das heutige Datum Datum gelassen und die Strecke gesucht. Da ich fünf Minuten zu Fuß zu unserem Dorfbahnhof brauche, habe ich eine Reisezeit von 4:50 Minuten hin und 15 Minuten länger wieder zurück. Klingt gut und vorallem entspannend.

Nun will ich buchen. Der Witz ist aber, dass die kurze Fahrzeit nur bis zum Ende der Woche in dem Onlinebuchungstool zu finden ist. Jeden Tag fährt die Bahn die Strecke in der kurzen Zeit. Ab kommender Woche gibt es die Verbindung nicht mehr und die ganze Sache dauert auf einmal eine Stunde länger. Muss ich nicht verstehen! Gebucht habe ich trotzdem, eben eine andere Verbindung die nun gut sechs Stunden dauert. Vielleicht ist eine Woche vor Abreise wieder die schnelle Verbindung drin, dann kann ich noch umbuchen. Aber seltsam finde ich es schon. Vorallem fängt meine erste Dienstreise mit der Deutschen Bahn schon kurios an. Ich denke, da kommt noch einiges dazu, wenn ich unterwegs bin. Aber im Moment klingt das alles entspannender als Auto und Flugzeug.

1
Juni

Ich war Freitag im Media Markt um die Ecke um ein Autoradio und Lautsprecher für den Smart zu kaufen, da dieser im Moment klangmäßig wie ein Handy klingt. Im Media Markt einen Verkäufer geschnappt, der auch einen sehr kompetenten Eindruck machte. Dem erklärt was ich mir vorstellte und ihm gesagt, dass die Lautsprecher 130 mm im Durchmesser haben müssen. Er schaute etwas erstaunt und fragte: „Also, dreizehn Zentimeter?“.

Mir war also klar, dass er kapiert hat, wie groß die Lautsprecher sein sollen. Er drückte mir eine Packung in die Hand und ich zog mit neuem Autoradio und Lautsprecher ab.

Gestern habe ich den Smart dann auseinander genommen. Um neue Lautsprecher einzusetzen muss erst das Armaturenbrett raus. Arbeitsaufwand war ungefähr eine Stunde. Dann wollte ich die Lautsprecher einsetzen und stelle fest, dass der Freeed vom MediaMarkt mich wohl doch nicht so ganz verstanden hat. Er hat mir 10-cm-Lautsprecher in die Hand gedrückt.

Man, bin ich sauer. Den Smart lasse ich im Moment zerrupft vor der Tür stehen, weil ich keine Lust habe zwei weitere Stunden zu investieren um den wieder zusammenzuschrauben und dann wieder auseinanderzunehmen.

Ich fühle mich heute irgendwie älter als sonst!

27.05.09 09:16 Uhr 4 Kommentare
Abgeheftet in: Aus dem Leben | Tags: , , , | 14:05 Uhr | 4

Nikon D40 DSLR

11
Mai

Eine digitale Spiegelreflexkamera wollte ich mir schon lange kaufen. Aber aus Zeit– und Geldmangel schob ich das Thema schon seit Ewigkeiten vor mir her. Im Kopf schwebte mir eine Nikon D90 vor, welche aber mit dem gewünschten Objektiv bei rund €1.200 liegt. Eine Menge Holz für ein Hobby, bei dem ich mir noch nicht einmal 100%ig sicher bin, dass ich jemals wirklich gute Bilder knipsen werde.

Und just diese letzte Woche bietet die rote Geiz-ist-Geil-Butze eine Nikon D40 für €250 mit Objektiv an… Kompaktknipsen kosteteilweise mehr.

Nun saß ich da und wusste nicht, ob ich von der erwünschten D90 gedanklich auf eine D40 downgraden kann — von wegen Auslaufmodell, weniger Features, usw.  Klotzen ist eigentlich meine Devise und nicht kleckern. Und in mir führten gerade die Vernunft und Unvernunft ihren Kampf aus. Gewonnen hat keiner.

Also wurde mein persönlicher Berater aus Bielefeld kontaktiert. Tolle Sache — ich bekomme natürlich zwei Optionen zurück. Eine Vernünftige und eine Unvernünftige. Soweit war ich auch schon. Ein Glück beschrieb er in der vernünftigen Lösung, dass man ab und zu zwei Kamera-Bodies benötigt um nicht immer das Objektiv zu wechseln. Ja, das klingt nach mir … zwei Kameras. Also jetzt die D40 gekauft und irgendwann die D90 als zweite Kamera :D

Abgeheftet in: Aus dem Leben | Tags: , , , | 13:05 Uhr | 7

Smart(er) Zuwachs

11
Mai

SmartSeitdem ich in den Norden der Republik gezogen bin, was unweigerlich einen anderen Arbeitsplatz nach sich zog, hat sich die Wegstrecke von und zur Arbeit drastisch geändert. Vorher konnte ich aus der Wohnung direkt in mein Büro fallen. Fast — aber meine Fahrzeit betrug damals (ja ja, gefühlt schon eine Ewigkeit her) nur vier Minuten. Jetzt sind es mit der Bahn 1 Stunde und 15 Minuten. Den größten Teil dieser Zeit verbringe ich mit warten auf die Anschlussbahn oder mit laufen zwischen den Strecken der einzelnen Haltestellen. Mich nervte das gehörig an.

Aber jeden Tag mit dem BMW zu fahren, fand ich dann doch zu schade. Einfach aus sentimentalen Gründen. Kurzum, ein Zweitwagen wurde gekauft. Smart CDI, Baujahr 2003, 50.000 km gelaufen. Verbrauch: 3,47l auf 100 km. Da macht volltanken wieder richtig Spaß. Weniger Spaß macht es, dass mir jetzt 191 PS unter dem Hintern fehlen, aber damit kann ich morgens auf der vollen Autobahn leben.

Abgeheftet in: Aus dem Leben | Tags: | 15:04 Uhr | 0

Zitat des Tages

23
April

Geburtstage sind gut für die Gesundheit. Je mehr man davon bekommt desto älter wird man.

von Jörg via puzich.com

Abgeheftet in: Aus dem Leben | Tags: , | 20:03 Uhr | 0

Freundlichkeit … was?

4
März

Ich war mal wieder unterwegs, diesmal in Düsseldorf. Als Hotel suchte ich mir das InterCity Hotel direkt am Bahnhof aus. Das Hotel und auch die Zimmer sind nett eingerichtet und es gibt kein Grund zur Klage. Grundsätzlich sind alle Hotels, die ich in Deutschland über ein internes Tool buchen kann, inklusive Frühstück. Ich muss auf nichts besonderes achten, denn es ist einfach so.

Heute morgen war mein letzter Tag in Düsseldorf und ich checkte aus, fragte aber, ob es in Ordnung sei, wenn ich nach dem auschecken noch frühstücken gehe, was auch laut Rezeptionistin kein Problem darstellte. Also saß ich beim Frühstück und bestellte mir einen Kaffee. Die Kellnerin schaute mich etwas schräg an, in etwa mit dem Blick, wie ich denn bei ihr nur einen Kaffee bestellen könnte. Der Kaffee kam aber prompt und ich wurde nach meiner Zimmernummer gefragt. Nicht einmal eine Minute später steht sie in einem Abstand von 2,5 Metern an meinem Tisch und fragt mit lauter Stimme, wie ich mir das denn vorstellen würde, „mit dem bezahlen“.  Ich hätte schon ausgecheckt und dürfte auch nicht mehr frühstücken. Weiter wäre bei meinem Zimmer kein Frühstück inbegriffen. Sie wiederholte dann ihre Frage, wie ich mir das mit dem bezahlen vorstellen würde und ob ich denke, bei ihr bezahlen zu können. Ich erklärte, dass es sich um ein Missverständnis handeln würde und ich bereits für das Frühstück bezahlt hätte, da es mit im Zimmerpreis ist.

Die Kellnerin stapfte davon und kam dann wieder. Wieder 2,5 Meter von meinem Tisch entfernt. Wieder mit lauter Stimme wiederholte sie alles noch einmal. Sie hätte an der Rezeption nachgefragt und ich müsse jetzt sofort bei ihr bezahlen. Während sie noch laut weiter plapperte, fragte ich mich, welchen Namen wohl so ein einfaches Gemüt hätte. Ich stehe ja auch ein wenig auf Klischees, obwohl nicht nicht daran glaube. Aber trotzdem freut es mich immer wieder, wenn diese Klischees zutreffen. Und ja, bei ihr passte auch das Klischee. Ihre Eltern hatten ihr den Namen „Mandy“ verpasst.

Wie auch immer, ich stapfte zur Rezeption. Den Kaffee, den ich noch nicht getrunken hatte, hatte ich schon auf und auf Frühstück schon längst keine Lust mehr. Die Rezeptionistin, bei der ich auscheckte und neben der sich Mandy schon postiert hatte, ließ ich links liegen und ging direkt zu dem Kollegen, der allen Anschein nach mehr auf der Pfanne hatte, als die beiden Mädels. Ich erklärte ihm die Situation und er meinte nur nach 5 Klicks in seinem Computer: „Klar ist Frühstück inklusive. Sie haben die Firmenrate“. Mandy regte sich dann noch etwas auf, faselte etwas von ihrer Liste. Aber das wars dann auch schon. Keine Entschuldigung, kein Bedauern. Nichts, außer dumme blicke.

Naja, doch! Ich bin übernächste Woche wieder in Düsseldorf, dann aber wieder im NH Hotel. Denn dort werde ich nicht dämlich, wie auf der Straße, angemacht.

Hanging Monk
Beam me up!