Archiv für die Kategorie ‘Mac’

Abgeheftet in: Mac | Tags: , , , | 19:03 Uhr | 14

Backup: Nicht immer sicher

22
März

Am Sonntag erlitt ich fast einen Herzinfarkt. Dazu aber von vorn!

Mein MacBook Pro hat jetzt schon etwas über 3 Jahre auf dem Buckel. Es lahmt und muckt, so dass es entweder mal neu installiert werden müsste oder das man direkt ein neues kauft. Zu ersterem habe ich keine Lust und bei letzteren hat Apple noch kein MacBook Pro mit integriertem UMTS im Angebot. Also warte ich noch.

Am Samstag fingen die Lüfter des MBPs an, auf Hochtouren zu laufen und die Kiste reagierte nicht mehr. Auch der Griff um bestimmte Programme abzuschießen machte keine Anstalten etwas gegen die Situation beizutragen. Mein Ausweg war, den Apple einfach auszuschalten — was sich im Nachhinein als fataler Fehler herausstellen sollte. Nach einem Neustart konnte ich mich mit meinem User nicht mehr einloggen. Nach der Passworteingabe kam nach kurzer Zeit das Login-Fenster zurück. Mit jedem anderen User auf dem Laptop konnte ich mich einloggen. Die Log-Konsole zeigte nur an, dass das Login-Fenster gecrasht ist. Von der Installations-CD habe ich die Festplatte prüfen und reparieren lassen. Einloggen konnte ich mich aber immer noch nicht. Um die Geschichte abzukürzen — ich habe noch einiges ausprobiert und getüftelt, aber irgendwann habe ich die Nerven und Lust verloren.

Wofür habe ich denn ein TimeMachine Backup erstellt, welches gerade mal eine Stunde alt ist? Samstag Abend habe ich dann den Restore gestartet und Sonntag in der Früh konnte ich mich dann wieder ganz normal anmelden.

Und dann bekam ich den ersten Schock und mir wurde schwarz vor Augen. TimeMachine hat nicht mein iPhoto-Archiv mitgesichert. 10 Jahre an digitalen Erinnerungen waren weg. Nach einer Stunde unter Magenschmerzen und Selbstvorwürfen fiel mir dann doch noch ein, dass ich ein etwas älteres, manuelles Backup der Bilder hatte. Es war vom 1. Oktober 2009 und es fehlt also das letzte halbe Jahr, aber ausser der Besuch der Tim Mälzer Show, einer Feier mit Freunden und der Dresdenbesuch mit der Firma, fehlt nichts weltbewegendes. Ich war froh, dass die Hochzeitsfotos wieder da waren und die Urlaubsbilder, sowie die Erinnerungen an meine verblichenen Vorfahren.

Ab jetzt werde ich mich nicht mehr allein auf TimeMachine verlassen. Fortan sicher ich meine Daten online bei Backblaze (Affiliate Link). Hierfür geht mein Dank an Martin für den Tipp und seine positiven Erfahrungen damit.

Backblaze ist ein Online-Datensicherungs-Dienst. Dort angemeldet, werden über ein Hintergrundprogramm die persönlichen Daten automatisch zu Backblaze verschlüsselt übermittelt und gesichert. Für schlappe $5 im Monat, was nicht einmal €4 sind, sind meine Daten gegen Diebstahl, Brand oder sonstiger Verlust gesichert. Im Moment lade ich meine Daten mit 1 MBit pro Sekunde hoch. 6 GB sind schon bei Backblaze, weitere 110 GB folgen noch. Ich denke, dass ich in einem Monat mit dem initialen Backup fertig bin.

Weiter werde ich mir eine zweite Festplatte zulegen und einmal im Monat meine Festplatte mit SuperDuper clonen. Damit wäre dann der Rechner wieder schnell einsatzbereit und ich habe ein weiteres Backup im Haus.

Zu guter letzt werde ich weiterhin auf TimeMachine vertrauen. Ich habe nicht geahnt, dass TimeMachine noch nicht fertig war mit einem vollständigen Backup.

Ich hoffe, dass ich nun gegen digitale Desaster und Herzinfarkte aufgrund von Datenverlust gesichert bin.

Ach ja, ein paar Fotos konnte ich sogar noch von der gelöschten Speicherkarte mit dem kostenlosen Exif Untrasher retten. Ein super Programm!

UPDATE 8. April 2009
Es hat 17 Tage gedauert, bis das 110 GB starke Backup bei Backblaze hochgeladen war. Theoretisch würde meine 16Mbit Leitung 1MBit im Upload schaffen, was ungefähr 10 GB am Tag entspricht. Da aber auch einige kleine Datei hochgeladen werden und dabei nicht die volle Leitungskapazität genutzt wird, kommt man im Schnitt auf 6–7 GB am Tag.

Ob sich der Aufwand lohnt? Das werde ich beim nächsten Datencrash sehen…

Abgeheftet in: Mac | Tags: , | 14:10 Uhr | 2

Wofür ein Backup so gut ist

21
Oktober

Backups vom Rechner ist ja was für Weicheier. Macht man einfach nicht. Seit Mitte der 80ziger Jahre habe ich einen Computer und bis heute habe ich nie ein Backup benötigt. Mit Leopard führte Apple Time Machine ein, was Backups einfach gestalten soll. USB-Festplatte anschliessen und das Backup lief. Nur vergaß ich immer, die USB-Festplatte anzuschließen.

Apple brachte für solche Leute wie mich das Time Capsule auf den Markt, dass das Backup über WLAN im heimischen Netz macht. Schön … nur war es mir zu teuer. Aber der Spieltrieb in mir brachte mich dazu, eine eigene, kostengünstigere Lösung zu basteln.

Worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass ich am Montag die Daten auf meiner Notebook-Festplatte zerschossen habe. Der Mac reagierte nicht mehr, ich schaltete im Betrieb aus und danach lief so gut wie gar nichts mehr. Ich konnte zwar noch booten, aber alles lief sehr sehr sehr langsam ab. Im der Log-Datei stand, dass ein I/O Error vor liegt.

Das Festplattenmanagement-Programm von der Mac OS X DVD versuchte zwar alles zu reparieren, aber scheiterte an der Index-Datei und riet mir, die Festplatte zu formatieren und alles neu zu installieren. Vorher sollte ich so viele Daten retten wie möglich. Ein guter Ratschlag, denn nach dem booten konnte ich mich nicht einmal mehr ans System anmelden. Einen zweiten Mac habe ich nicht in der Ecke rumstehen, dass darüber hätte auf die Festplatte zugreifen können.

Ich war so froh, dass Time Machine das letzte Backup einen Tag vorher gemacht hat und ich alle Daten wiederherstellen konnte.

Ich überlege jetzt, mir doch eine Time Capsule von Apple zu kaufen. Hätte ich diese gehabt, hätte ich nur von der Installations-DVD booten müssen und hätte das Backup zurückspielen können. Mit der obigen Lösung geht dies leider nicht. Man muss zuerst Mac OS X neu installieren und dann mit dem Migration-Assistenen die Daten zurückholen. Alles eben ein wenig umständlicher und des dauert länger.

Abgeheftet in: Mac | Tags: , , , | 13:09 Uhr | 3

MySQL und Snow Leopard

2
September

Mit vier Tagen Verspätung kam gestern auch bei mir das neue Apple Betriebssystem Snow Leopard an. Damit einhergehend sollen alle Programme von 32-bit auf 64-bit ge-updated werden. Bei fast allen Programmen ist eine automatische Update-Routine eingebaut, so dass diese nach dem Start automatisch die aktuellste Version vom Server laden.

Da ich auf meinem MacBook Pro auch z. B. für Basteleien an dieser Webseite nutze, habe ich auch MySQL installiert. Um Problemen vorzubeugen, sollte man ein Update von MySQL auf die 64-bit Version machen.

Hierzu lädt man von der MySQL-Seite die aktuelle Version für MacOS X 10.5 (x86_64). Nachdem das Diskimage geöffnet wurde, startet man die Datei „mysql-5.1.37-osx10.5-x86_64.pkg“ und installiert mit den Standardeinstellungen. Wenn MySQL mit jedem Start des Rechners auch geladen werden soll, dann doppelklickt man noch das Paket „MySQLStartupItem.pkg“. Zu guter Letzt wird noch das Preference Pane „MySQL.prefPane“ installiert. Leider ist das MySQL PrefPane noch 32bittig, was aber in Zukunft noch geändert werden wird.

Damit die alten Datenbank in die neue Version übernommen werden, kopiert man aus dem Verzeichnis „/usr/local/mysql-<alte MySQL-Version>“ das Verzeichnis „data“ nach „/usr/local/mysql“. Danach startet man MySQL und hat eine neue, 64bittige Version.

Wer Platz sparen möchte, löscht noch das alte MySQL-Verzeichnis unter „/usr/local“.

Abgeheftet in: Mac | Tags: , , , | 11:06 Uhr | 0

Ich bin auf Safari

16
Juni

Seitdem der Firefox Browser noch in den Beta-Schuhen steckte und ich noch Windows-User war, benutze ich diesen zum surfen. Auch als ich von Windows auf den Apple Mac wechselte — auch switchen genannt — blieb ich dem Feuerfuchs treu. Dessen Tage sind nun gezählt.

Bei mir muckte der Firefox in letzter Zeit immer häufiger auf. Verbrauchte unmengen an Resourcen auf dem Mac, war träge und brauchte teilweise ewig zum starten. Um ihm dieses Verhalten abzugewöhnen sollte man alles löschen, was irgendwie mit dem Firefox zu tun hat. War mir zuviel Aufwand und ich hatte eh schon die Nase voll von dem Browser.

Apple brachte dann auch die finale Version des Safari 4 Browser raus. Ich schaue mir diesen seit einer Woche an und bin begeistert. Safari 4 startet schneller, läuft runder und schneller. Gepimpt habe ich Safari mit der Erweiterung Safari Stand. Lästige Werbung unterdrücke ich mit dem GlimmerBlocker, was den charmanten Vorteil hat, dass auch in anderen webbasierten Programmen auf dem Mac die Werbung verschwindet. Und meine alten Bookmarks halte ich synchron zwischen meinem Arbeits-Firefox unter Windows und Safari auf dem Mac mit Xmarks.

Abgeheftet in: Mac | Tags: , , | 12:05 Uhr | 0

launch2net — einfach mobil online

29
Mai

Bei Apfelquak habe ich Anfang Oktober des letzten Jahres einen Artikel geschrieben, wie man Huwaei E169 UMTS Stick von Vodafone eine neue Firmware verpasst, so dass der Stick auch mit SIM-Karten anderer Netzbetreiber funktioniert und wie man diesen weiter einrichtet. Richtig Apple-like ist der beschriebene Weg nicht. Einstecken und loslegen verbinde ich eher mit Apple, als das dort beschriebene „gefrickel“. Und anhand der vielen Kommentare kann man entnehmen, dass viele noch andere Probleme haben, die nicht ohne weiteres gelöst werden können.

Ich selbst hatte zu Beginn keine Probleme mit dem Huwaei UMTS Dashboard. Irgendwann ging es aber los, dass der UMTS Stick nicht mehr funktionierte, wenn man das MacBook Pro einfach zu– und wieder aufgeklappt hat und danach wieder online gehen wollte. Danach fand die Software den Stick nicht mehr. Das einzige was half war ein Reboot des Notebooks. Also auch nicht das, was ich von einem Mac gewohnt bin. Ich wollte daher die Kernel-Extensions neu installieren, löschte bzw. sicherte die alten in einem Verzeichnis, aber der Stick ließ sich nicht neu installieren. Das rückkopieren der Extension brachte auch keine Lösung, denn nun lief der UMTS Stick überhaupt nicht mehr. Eine Lösung des Problem fand ich auch nach längerem suchen nicht.

Wie auch immer, ich erinnerte mich an launch2net von NovaMedia. In Erinnerung hatte ich noch, dass alle die Software lobten, diese aber knapp €100 kostet und nur für den Betrieb eines €50 UTMS-Sticks mir zu teuer war. Aber Vorurteile bewahrheiten sich zum Glück nur selten und ich konnte feststellen, dass NovaMedia den Preis auf €49 gesenkt hat. Immer noch nicht geschenkt, aber doch schon eine satte Preissenkung.

Erst einmal habe ich die Demo-Version installiert um zu sehen, ob ich den UMTS-Stick zur Arbeit überreden kann. Was soll ich sagen: es funktionierte auf anhieb. Ich musste nicht einmal den APN oder sonstige Einstellungen tätigen. Nach Eingabe der PIN und drücken des Verbindungsknopfs war ich bereits im Internet. Wenn man die SIM-Karte eines anderen Netzbetreibers einlegt geht es genauso einfach. Die Software erkennt, dass man die SIM-Karte gewechselt hat, startet den Konigurationsassistenten (der nach meinem Geschmack  für die Konfiguration eine halbe Ewigkeit Zeit lässt) und man kann einfach in dem anderen Netz weiter machen.

Seit vier Wochen habe ich launch2net und ich bin immer noch begeistert, dass alles funktioniert. Einstecken und loslegen. Viele Funktionen bietet launch2net nicht, aber ich vermisse auch nichts, denn die Software macht genau das, was ich wollte — einfach mobil ins Internet gehen.

Abgeheftet in: Mac | Tags: , , | 21:02 Uhr | 4

Admin Rechte unter OS X Leopard bekommen

15
Februar

Im Hackszine den Tipp gelesen, wie man unter OS X Leopard einem Benutzer Adminrechte zuteilen kann, wenn das Admin-Passwort mal nicht zur Hand ist.

Als erstes bootet man das System in den Single User Mode. Hierfür hält man Command-S beim hochfahren gedrückt, bis man im Singe User Mode ist. Dann mountet man die Festplatten in den read-write Modus mit den folgenden zwei Kommandos:

/sbin/fsck –fy
/sbin/mount –uw /

Mit dem dscl Kommando fügt man seinen Benutzernamen der Admin Gruppe hinzu. Aber zuerst muss man den Directory Service mit folgendem Kommando starten:

launchctl load /System/Library/LaunchDaemons/com.apple.DirectoryServices.plist

Um die bereits bestehenden Benutzer in der Admin-Gruppe aufzulisten benutzt man das Kommando:

dscl . read groups/admin users

Um Schlussendlich den eigenen Benutzernamen der Admin-Gruppe hinzuzufügen, nutzt man diesen Befehl, wobei „yourusername“ durch den eigenen Benuternamen zu ersetzen ist:

dscl . append groups/admin users yourusername

Nach dem ganzen Prozedere gibt man noch reboot ein um das System neu zu starten.

Abgeheftet in: Mac | Tags: , , , , , | 13:01 Uhr | 0

Wenn der Brenner nicht mehr brennt

27
Januar

Ich bin nicht der Typ, der alles auf CDs oder DVDs sichert. Plattenplatz kostet ja auch nicht mehr viel. Letztens wollte ich dann aber mal wieder eine DVD brennen. DVD-Rohling rein in das MacBook Pro, Toast 9 geöffnet, die DVD fing an zu drehen und .… und dann brach der Vorgang ab.

OK, kann vorkommen. Also, neuen DVD-Rohling genommen  und die gleiche Prozedur von vorn. Wieder mit dem gleichen Ergebnis. Der Vorgang brach ab. Ich schob die Schuld erst einmal auf mein neu erworbenes Toast 9. Daher ein anderes Brennprogramm, Burn, geöffnet, aber das brach mit dem gleichen Ergebnis ab. Ich war sauer drei Rohlinge zu Müll verarbeitet zu haben. Aber um doch noch zu der gebrannten DVD zu kommen, kopierte ich über Netzwerk die Daten auf das MBP eines Freundes und er konnte die angeblich von mir verbrannten DVDs ohne Probleme bebrennen.

Erklären konnte ich mir die Sache erst einmal nicht, aber vermutete ein Softwareproblem. Vielleicht eine installierte Kernelextension die mir in die Quere kam?

Gestern wollte ich eine CD mit iTunes brennen. Der Vorgang brach wieder damit ab, dass der Laser nicht kalibriert werden konnte. Lesen von einer anderen CD war dagegen kein Problem.

Eine kurze Frage im Apfeltalk Forum ergab, dass sich evtl. Staub auf die Linse gelegt haben könnte. Gestern hatte ich eine Luftdruckpistole in der Hand und pustete damit in den CD-Schacht. Der Tipp aus dem Apfeltalk Forum war Gold wert. Der Brenner brennt wieder.

Hanging Monk
Beam me up!