Switchback zu Windows?

Als bekennender Mac-User musste ich viele Freunde gar nicht überzeugen zum Mac zu wechseln, nachdem sie gesehen haben, wie intuitiv so eine Apfel-Kiste zu bedienen ist. So geschehen auch mit einem Freund, der ein 12″ Powerbook direkt seiner Frau schenkte. Diese kommt aber mit Powerbook nach nun knapp zwei Jahren noch immer nicht zurecht.

Die Probleme gehen damit los, dass sie in dem iPhoto-Library-Verzeichnis nach Bildern sucht, die in iPhoto importiert sind. Unter den vielen Dateien findet sie natürlich nicht die gewünschten Dateien auf anhieb. Damit dies in Zukunft einfacher wird, benennt sie die Dateien einfach um — mit dem Ergebnis, dass iPhoto selbst die Bilder nicht mehr findet.

Dann wird auf iPhoto gewettert, dass es doch unter Windows viel einfacher wäre die Fotos zu verwalten, da man dort einfach Unterverzeichnisse anlegt um dort die Fotos abzulegen und unter iPhoto es doch alles viel komplizierter wäre.

Weiter geht es, dass, wenn man ein Foto aus iPhoto per Copy&Paste auf einen USB-Stick kopiert, dieses von dem Fotodrucker im DM-Markt nicht erkannt wird. Es wird dann die Prozedur weiter oben verwendet und durch den iPhoto-Library-Ordner gehangelt um dort das Foto zu suchen und es auf den USB-Stick zu kopieren. Der Tipp die Export-Funktion zu nutzen brachte den Aha-Effekt. Aber ich werde trotzdem mal testen, was Mac OS X produziert, wenn man Copy&Pasted.

Bilder per Drag&Drop in eine Mail zu ziehen ist einfach. Es wird aber zu einem Problem wenn dann das Bild per Autovorschau in der Originalgrösse angezeigt wird (also rund 4 Millionen Pixel gross). Der windowsnutzende eMail-Empfänger sieht das Bild per Autovorschau auch direkt riesig. Aber unter Windows versandt war dies viel schöner, denn unter Windows bekommt man nette Icons angezeigt, statt Bilder!  Warum man Bilder in der originalen Grössen versendet, lasse ich durchgehen, aber warum man den Knopf „MAIL“ im iPhoto nicht nutzt, wo die Möglichkeit besteht die Bilder direkt verkleinern zu lassen, bleibt mir schleierhaft.

iTunes ist auch nicht besser. Was fällt iTunes eigentlich ein, die MP3-Dateien auf dem Dateisystem einfach umzubennen? Macht das auffinden nicht einfacher, wenn man die MP3s auf den MP3-Stick kopieren möchte.

Aber das Problem wurde gelöst, indem ein iPod nano zugelegt wurde. Einfacher? Denkste! Das Ding ist vielleicht einfach zu bedienen, aber warum kann man nicht unterwegs auf dem iPod ein paar Lieder löschen, die man nicht hören möchte oder auch die Dateien wieder zurück kopieren? Die Frage nach dem „Warum?“ konnte nicht beantwortet werden, aber die Möglichkeit sollte da sein.

Die Migration zurück zu Windows ist wohl schon geplante Sache. Ich verstehe nicht, warum man in weiterhin in dieser komplizierten dateibasierenden Windowsschiene denkt, statt einfach mal von den Programmen die Arbeit abnehmen zu lassen…

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Weil man bei einer dateibasierten Windowsmaschine sicher sein kann, dass was man machen will auch gemacht wird. Wenn man sich von Programmen die Arbeit abnehmen lässt und das Programm abstürzt (ja, dass passiert sogar auf einem Mac) steht man am Ende im Regen.

  2. Wie bei jedem Computer kannst du sogar beim Mac deine Bilder und Songs ohne die Programme verwalten und ganz normal in Unterverzeichnisse einordnen. Aber wenn du doch iPhoto und iTunes nimmst, legen diese Programme für dich die Verzeichnisse an. Ich möchte auf den Komfort nicht mehr verzichten…

  3. Ich verstehe nicht, warum man in weiterhin in dieser komplizierten dateibasierenden Windowsschiene denkt, statt einfach mal von den Programmen die Arbeit abnehmen zu lassen…“

    Weil diese automatisierten Funktionen, die einem eigentlich die Arbeit erleichtern sollten, oft genau das Gegenteil bewirken bzw. den User an ein bestimmtes Programm binden und ihn zwingen, sich diesen Automatismen zu „unterwerfen“. Ich muss sagen, dass ich bei meinem Switch zum Mac zwar oft ein „Aha-Erlebnis“ hatte und mich über einfachere Arbeitsabläufe gefreut habe, im selben Maß aber auch oft dachte „Oh, dann MUSS ich das wohl so machen…“.

    Bei mir steht mittlerweile auch der Switchback an, obwohl ich anfangs sehr von OSX begeistert war. Na ja, unter anderem stört mich doch ein wenig das oben genannte Problem, außerdem noch diverse andere Aspekte, die die Nutzung von OSX oftmals nicht einfacher, sondern umständlicher machen. Beispielsweise kann ich dem Dock nichts abgewinnen. Spaces und Exposee sind für mich z.B. kein ausreichender Ersatz für die stinknormale Taskleiste, wie man sie von Linux und Windows kennt. Ich hatte zwar schon mit der „Fantasktik Sidebar“ experimentiert, die mich aber auch nicht wirklich befriedigt hat. Des Weiteren bin ich, wegen meines Jobs, auf einige Programme angewiesen, für die es unter OSX nur Alternativen gibt, die alles andere als ausreichend sind. Und zu guter Letzt stört mich dann noch die „Bindung“ an Apple, wenn man auf das BS angewiesen ist und ein Mac mal abschmieren sollte. Dann ist man eben gezwungen, sich wieder ein Apple-Gerät anzuschaffen, wogegen man auf fast jedem x-beliebigen Rechner Linux oder Win lauffähig bekommt, wenn man schnell weiterarbeiten möchte!

    Mein Fazit mittlerweile ist, dass ich nicht mehr viele Vorteile gegenüber anderen Systemen ausmachen kann und in Zukunft auch nicht mehr gewillt bin, für dieses Geld wieder einen Mac anzuschaffen. Im Gegenteil: meinen MacMini habe ich schon verkauft, mein MBP wird demnächst auch zum Verkauf angeboten, und lediglich das kleine MacBook werde ich behalten. Aber auch nur, weil ich einzig für EyeTV noch keine bessere Alternative gefunden habe.

    Nicht falsch verstehen: Das soll kein Bashing oder dergleichen sein, sondern nur meine Erfahrungen beschreiben. Im Prinzip finde ich das Konzept hinter den Apple-Geräten sehr gut, nur kann ich (für mich persönlich und meinen Anwendungsbereich) keine merklichen Vorteile mehr ausmachen.

  4. @ Sponski

    Leider“ genau Meinung, obwohl das Obst so schick ist..aber das ist halt nicht alles.
    Eigentlich habe ich privat immer einen PC besessen, doch beruflich kenne ich den Mac seit 1995 und besitze seit letztem Jahr ein MacBook (wieso eigentlich?) …ich wollte halt ein solides Gerät und unter dem Aspekt, dass zur Not Windows auch drauf läuft (nutze aber zu 95% OSX), habe ich es einem Vaio vorgezogen UND ich bin zufrieden.…ABER im Alltagsgebrauch habe ich festgestellt, dass man in der Soft- und Hardwareauswahl doch sehr eingeschränkt/teuer gebunden ist, daher bleibt das MB mein mobiles Net(t)-Book und der Desktop-PC mein Arbeitstier. btw. IMHO rennt ein RICHTIG konfigurierter PC dem Mac davon. *duck*
    OSX ist wirklich toll und funktioniert, jedoch kann ich ebenso nicht nachvollziehen, dass viele Leute sagen, ein Computer-DAU der noch nie an einem Computer gesessen hat, würde mit OSX besser klarkommen als mit Windows…finde ich garnicht…warum z.B. heisst „Suche“ nicht „Suche“ sondern „Spotlight“, warum heisst „TimeMachine“ nicht einfach „Backup oder Datensicherung“ usw. (iSearch wär doch was gewesen 🙂 ), ich empfinde solche kreativen Bezeichnungen ob für Neueinsteiger- oder Umsteiger eher verwirrend.
    Itunes…ok, das ist für Einsteiger und für iPod-User interessant, aber auch hier habe ich leider andere Ansprüche, dabei galt Apple immer als das non-plus-ultra im Audio- und Recording-Bereich 🙄

    ich will aber mal kein troll sein…Logic is ganz cool

    greetZ

  5. @notroll

    Da scheinen sich deine Erfahrungen ja mit meinen zu decken. Was die Aussage angeht, dass beim Mac die Komponenten und das BS aufeinander abgestimmt sind, kann ich da nur sagen, dass das bei einem Rechner mit vorinstalliertem Windows genau das Gleiche ist! Deswegen sehe ich dieses Argument als nicht sehr stichhaltig an, wenn es um die Wahl eines Rechners geht. Qualitativ hochwertiger oder großartig anders ist die Apple-Hardware ebenfalls nicht. Gefertigt wird der Großteil der Komponenten von ASUSTEK in Fernost, und seit dem Switch zu Intel unterscheiden sich die Geräte eigentlich gar nicht mehr von PC-Pendants. Es stimmt schon, dass ein gescheit konfigurierter PC mindestens genauso stabil und leistungsfähig läuft wie ein Mac! Das ist auch keine reine Behauptung, sondern basiert (bei mir zumindest) auf Erfahrungswerten.

    Was iTunes angeht, sind meine Anforderungen auch etwas anders gelagert. iTunes ist mir schon wieder zu simpel aufgebaut. Die SUchfunktion funktioniert zwar flott, aber ich vermisse schlicht und ergreifend eine Ansicht, bei der man z.B. alle Interpreten (in Textform) aufgelistet sieht und diese durchscrollen kann. Diese ganzen Cover-Ansichten mögen zwar eine nette Spielerei sein, helfen aber in der Praxis auch nicht wirklich weiter, wenn man eine etwas größere Sammlung verwalten möchte. Na ja, und meinen iPod kann ich auch mit Winamp bestücken! 😉

    Zum Thema Einarbeitung: Ich habe genau das schon in vielen anderen Foren gesagt. JEDES Betriebssystem erfordert eine gewisse Einarbeitung! Pauschal zu sagen, der Mac wäre für einen DAU am einfachsten zu bedienen, halte ich auch für schlichtweg falsch. Beispiel Installation von Programmen: Ob man eine .exe ausführt, sich im Paketmanager ein Programm sucht oder eine .dmg öffnet und das Icon in den Programme-Ordner schiebt — was davon „einfach“ ist, liegt im Auge des Betrachters.

  6. Pingback: Darum kein Mac | mein Senf

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