Dämlicher HVV Ticketautomat

Wofür sind Automaten eigentlich da? Aus Unternehmenssicht, um Arbeitsplätze durch diese Blechdinger zu ersetzen. Aus der Sicht des Kunden — also meiner Sicht — dass ich mich nicht mehr mit einem mürrischen Mitarbeiter rumschlagen muss, dass es schneller geht UND das mir weiterhin das Denken ein klein wenig abgenommen wird.

Heute Morgen bin ich mit der Bahn nach Hamburg rein gefahren. Ich stand am Bahnsteig, die Bahn kommt, also schnell noch ein Tagesticket mit der EC Karte gekauft.

Bildschirm berührt, Tagesticket ausgesucht, die Anzahl der Ringe ausgesucht (also wie weit ich fahren möchte) und den letzten Bildschirm mit zwei Optionen vollkommen ignoriert, weil einmal der Zug gerade einfuhr und ich nur etwas von 1. Klasse-Zugschlag bemerkt habe. Wollte ich nicht, also sofort bezahlt, sollte ja schnell gehen.

Was ich aber erst nach dem bezahlen bemerkte war, rechts oben, in ganz kleiner roter Schrift, dass das Ticket erst ab 9 Uhr gilt. Es war aber erst 7:54 Uhr.

WAS IST DAS DENN FÜR EIN DÄMLICHER AUTOMAT, DER MIR UM KURZ VOR 8 UHR ALS VORAUSWAHL EIN 9-UHR-TICKET UNTERSCHIEBT?

Ich hätte also ein neues Ticket kaufen müssen. Nur im HVV Bereich sind die gekauften Tickets sofort gültig und können nicht umgetauscht werden. €10,30 für die Katz war mir auch zu dämlich, also habe ich mal gehofft, dass keine Schaffnerin kommt.

Aber nach Murphys Law … naja, sie kam. Und war zum Glück sehr nett und meinte nur: „Beim nächsten mal etwas genauer hinschauen“.

Trotzdem … Drecksblechkiste!

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich empfinde hier in Berlin die „neuen“ Automaten als Fluch, die BVG jedoch preist die Teile als Segen an.
    Grund warum ich die nicht leiden kann… Sie sind wahnsinnig träge und im Winter reagieren die Touchscreens noch zäher (ggf. Handschuhe aus). Und die Trägheit macht einen Wahnsinnig. Wenn am Bahnsteig der U-Bahn steht, das der nächste Zug in zwei Minuten kommt, braucht man sich am Automaten schon garnicht mehr beeilen. Egal wie auswendig man das Menü kennt und das Kleingeld bereit ist, man schafft es so gut wie garnicht. Will man noch mit EC Karte zahlen, wird die Sache mit der Zeit, dem Raum und unbekannte Dimensionen eine völlig neue Sache.
    Früher gab es Automaten, die hatten Tasten. Die hat man gedrückt, das Geld eingeworfen, es kratzte kurz während die Karte beschrieben wurde mit den richtigen Infos und zack, der Fahrschein war da. Unter einer Minute hat das gedauert, nur EC Kartenzahlung gab es nicht.
    Neuster Clou sind die Vier-Fahrten Karten (das ich das noch einmal erleben durfte). Als Kind weiß ich noch, das meine Mutter die immer gekauft hat, weil es eben etwas günstiger war und praktischer. Es war ein längliches Ticket wo auf beiden Seiten je zwei Stempelfelder gewesen sind. Heute, bei diesen superschnellen Automaten, wird jedes Ticket einzelnd gedruckt, wenn man die wieder eingeführte 4-Fahrten Karte haben möchte. Somit ist der Automat also für die nächsten 5–6 Minuten dein bester Freund, bis er fertig ist und dann noch genüsslich die Quittung für die EC-Zahlung ausdruckt. In der Zeit sind mind. zwei U-Bahnen an einem vorbeigefahren.

  2. Das ist eben Technik, die entgeistert. Und zwar allererster Sahne. Ich kenn die Dinger auch von der Busstation. Da kannst du dich erst mal dumm und dämlich suchen, wie so ein Automat überhaupt bedient wird, also von wegen selbst erklärend, das ist mal gar nicht. Und schafft man es nicht rechtzeitig den Fahrschein zu ziehen, denkt man als gutgläubiger Mensch, man könne ihn noch im Bus kaufen. Pustekuchen… Da muss man nämlich auch erst mal das Geschimpfe vom Fahrer anhören und sich sagen lassen, dafür gäbe es ja die Automaten.

    Ich hoffe nur, mein Auto geht nie wieder kaputt und ich muss das nicht noch mal mit machen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.