Time Machine im Netzwerk

Seitdem mit Leopard Time Machine für das regelmäßige Backup des Macs ausgeliefert wurde, habe ich eine USB-Festplatte auf der diese Backups gesichert werden sollen. Time Machine ist wirklich eine feine Sache, denn es erstellt jede Stunde ein Backup der eigenen Daten, wenn … ja wenn … man auch immer die USB-Festplatte am Mac angeschlossen hat. Ich hatte mir vorgenommen, dass ich, wenn ich zu Hause bin, die Platte mindestens einmal am Tag an meinem Laptop habe. Von dem stündlichen, automatischen Backup würde so zumindest noch ein tägliches übrig bleiben.

Letztendlich war es so, dass mich Time Machine alle zehn Tage davor gewarnt hat, dass ich schon länger kein Backup gemacht habe. So ist es gekommen, dass mein letztes Backup vom 29. September ist. Apples Time Capsule könnte abhilfe schaffen, aber einmal ist mir das Ding zu teuer und der Router hat zu wenig Funktionen. Nächste Lösung ist die USB-Festplatte an meinen kleinen Server im Heimnetzwerk zu hängen und dort Time Machine die Backups erstellen lassen. Und das geht wie folgt:

Nachdem die Platte an dem Server im Netz ist und gemountet wurde, muss der Mac einmal darauf vorbereitet werden, die Backups im Netz zu erstellen und die Platte muss mit hdiutil noch bearbeitet werden.

1.) Auf dem Mac im Verzeichnis „Programme -> Dienstprogramme“ das Programm „Terminal“ öffnen. In dem neuen Fenster dann folgendes eingeben:

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defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

Das bewrirkt, dass Time Machine die Backups auf nicht unterstützte Netzwerklaufwerke erstellt.

2.) Ein sogenanntes Sparebundle muss erstellt werden. Erst einmal lokal, da bei mir ein Fehler auftrat, wenn ich versuchte, das Sparebundle direkt auf dem Netzlaufwerk zu erstellen. Hierfür wird im Terminal dies eingegeben, wobei GRÖSSE durch die grösse des Backups in Gigabyte ersetzt wird, „NAME BACKUP“ durch einen frei vergebbaren Namen, wie ihr das Backup-Volume nennen wollt. COMPUTERNAME wird durch den Namen des Mac-Rechners ersetzt und MACADRESSE durch die MAC-Adresse der ersten Netzwerkschnittstelle in eurem System ohne Doppelpunkte. Diese fragt man ab, wenn man im Terminalfenster ifconfig en0 | grep ether eingibt.

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hdiutil create -size <strong>GRÖSSE</strong>g -fs HFS+J -type SPARSEBUNDLE -volname<strong>NAME BACKUP</strong><strong>COMPUTERNAME</strong>_<strong>MACADRESSE</strong>.sparsebundle

UPDATE: 11.06.2010
Geht  sogar noch einfacher mit folgendem Befehl!

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hdiutil create -library SPUD -megabytes 51200 -fs HFS+J -type SPARSEBUNDLE -volname $(hostname -s) TM“ $(hostname -s)_$(ifconfig en0 ether |grep ether | cut -c 8- |sed -e ‚s/[:| |\t]//g‘).sparsebundle“

Die nun erstellte Datei kopiert man auf das Netzlaufwerk, auf dem das Backup erstellt werden soll.

3.) Nun Time Machine öffnen und das Laufwerk wählen, auf dem das Backup erstellt werden soll. Dann Time Machine einschalten.

Ab jetzt sollte es laufen und das erste Backup dauert sehr lang, weil erst einmal alles über das Netzwerk kopiert werden muss. Bei mir sind nach zwei Stunden gerade einmal sechs Gigabyte gesichert worden und das Backup wird noch lange andauern. Aber danach sollte es schneller gehen, da nur noch kleine Änderungen gesichert werden müssen.

UPDATE: Mit freundlicher zuhilfe nahme von Meetinx Anleitung!

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Klingt nicht nur so, sondern — ich gestehe — ist auch so. Habe mir mehrere Seite die Google ausspuckte — angesehen und vorhin bei mir alles so eingerichtet und dann aus die Befehle von der besten Seite kopiert. War tatsächlich deine! Habe mal den Artikel aktualisiert…

  1. @Thorsten: Danke fürs Verlinken 😉 War nur verwundert, als ich fast die gleichen Zeilen bei dir las und dachte mir „Das kommt dir doch bekannt vor“. Sollte aber kein Angriff sein…lese deinen Blog sehr gerne 🙂

  2. Pingback: Wofür ein Backup so gut ist • puzich.com :: I took the blue pill

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