Greenpeace in da House

Schon mal ein Haus gebaut? Soll ja bekanntlich immer Ärger machen. Aber so einen Typen von Greenpeace hatte ich dabei überhaupt nicht auf dem Schirm. Nichts ahnend schlage ich das Wochenblatt (eine Zeitung von hier, die zweimal die Woche ins Haus flattert) und ich schmecke den Kaffee von gestern wieder.

Hintergrund ist, dass auf unserem Grundstück mal Bäume standen. Wald könnte man auch dazu sagen. In so einem Wald kann man aber kein Haus bauen. Also mussten die weg und die wurden auch weg gemacht. Die gleiche Situation hatten bereits alle Nachbarn in der gleichen Strasse Jahrzehnte zuvor auch. Auch bei den werten Nachbarn wurde gerodet, weil wohl auch niemand eine Kiefer mittem im Wohnzimmer beim wachsen zusehen wollte.

Jetzt steht bei uns nichts mehr. Kein Wald! Kein Baum! Nix! Nada! Nijente! Und jetzt kommt einer vom Greenpeace Ortsverein mit der örtlichen Zeitung im Schlepptau an um seine, an den Haaren herbeigezogene, Prognose in die Welt zu posaunen.

Der Vogel macht sich Sorgen, dass das wohnen im Grünen durch solche Maßnahmen bald vorbei sein könnte. Weiter wundere er sich, wer soetwas bevorzugt. Er geht davon aus, dass dort (also auf unserem Grundstück) 16–20 Wohneinheiten demnächst gebaut werden würden und dadurch würden künftig 40 Autos mehr Richtung Norden rollen und die Verkehrsprobleme noch verschärfen.

Was für einen gequirlten Mist einige von sich geben um in die Zeitung zu kommen ohne auch nur einmal die Behauptung zu überprüfen. Wahnsinn! Sollte einer, der sich für den Naturschutz engagiert denn nicht wenigstens etwas von der Materie verstehen?

Warum wir alles gerodet haben? In Absprache mit der lokalen Försterei? Weil die einzelnen Bäume, die man hätte stehen lassen können, zu hoch und dabei so dünn waren, dass die Gefahr bestand, dass diese beim nächsten Sturm umknicken und jemanden erschlagen. Dass Geschrei wäre dann aus der gleichen Richtung wieder groß gewesen. Interessant ist, dass der Robin Hood von Greenpeace auf der gleichen Strasse wohnt. Als er oder sein Vorbesitzer gebaut hat, wurde bestimmt auch alles weggeholzt und neu angepflanzt.

16–20 Wohneinheiten schätzt er! Setzen! 6! Genau 3 werden gebaut. Also auch keine 40 Autos die Richtung Norden fahren und den Verkehr behindern werden. Wobei genau sein Verein bis jetzt erfolgreich die Ortsumgehungsstrasse verhindert hat. Warum? Ein Grund ist, weil dort, wo die Umgehungsstrasse hin soll, ab und an Fledermäuse nisten. Gesehen hat dort bisher keine.

Also, auf eine entspannte Nachbarschaft!

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ach mach dir nichts draus. Das Wochenblatt ist die Bild von Buchholz.… Wir gehen diese „Scheinheiligen“ auch immer auf den Senkel. Und ich bin definitiv für die Umgehungsstraße. Die ganzen Gegner sollte man mal zwingen jeden Morgen um halb 8 Richtung Dibbersen fahren zu müssen. (36km nach Hamburg… die ersten 5km dauern so lange wie der gesamte Rest, oder noch länger…).

    Der wahre Grund warum diese Leute gegen Abholzung und die Umgehung sind ist doch ein ganz anderer.… Die Umgehung ist seit Ewigkeiten geplant und wird nur blockiert da dadurch einige Grundstücke an Wert verlieren, was aber zum Kauf eigentlich schon klar war. (Seit >12 Jahren geplant)

    Der Herr hat bestimmt nur Angst das wegen 3 Häusern mehr, er nicht mehr sein Haus mit „Haus mitten im Wald“ verkaufen kann, wenn er es denn mal muss.

  2. Oha, ich weiß schon warum ich ein Altbau EFH gemietet habe.
    Ist zwar uncool .. aber hier stehen schon seid 1940 keine Bäume mehr im Weg 😉

  3. Da stehe ich ja als Saubermann da. Bei uns auf dem Grundstück stand nicht ein Baum und ich habe sogar drei gepflanzt. Dafür gibt’s doch sicher die güldene Greenpeace-Medaille am Bande.
    :mrgreen:

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