Ein Smart, der sein Autoleben opferte

Es ist schon ein paar Tage her, als ich mir einen Smart kaufte. Gut, eigentlich kauften wir zwei, die fast identisch aussahen. Um damit zur günstig zur Arbeit zu pendeln. Einen für mich, und da dieser mit 3,8l auf 100 km so günstig ist, kurz danach noch einen für meine Frau. Beide in rot. Und mit zwei Smarts gab es dann auch damals doppelt Spott. Von „Elefantenrollschuh“, über „Bananenkiste“ bis hin zu kritischen Tönen, dass man damit einen leichten Auffahrunfall niemals überleben könne.

Aber egal was gesagt wurde, wir liebten unsere Smarts. An den kaum vorhandenen Komfort gewöhnte man sich, denn dafür war alles andere umso besser. Es passte massig in den kleinen Kofferraum, für 25 Euro kam man 600 km weit und so richtig im Stich gelassen hat uns keiner der beiden. Und als Dank für all die Liebe hat einer der beiden jetzt sein Autoleben geopfert.

Es ist zwar schon ca. drei Wochen her, als meine Frau auf dem Weg zur Arbeit nach einer Kurve wieder auf der Landstrasse auf der Geraden war, dass ihr bei 80 km/h durch ein kurzes Stück überfrorene Nässe das Heck wegrutschte, sie ein kurzes Stück eine Böschung hinunter rutschte und dann sich sechs mal überschlug und auf der Seite liegenblieb. Die Zeugen des Unglücks, die zum Auto eilten, rechneten mindestens mit einer schwerverletzten Person. Die Überraschung war wohl groß, als sie von selbst die Beifahrertür nach oben aufstieß und aus dem Smart hinaus kletterte, zwar mit ein paar blauen Flecken und der Nacken würde zwei Wochen verspannt sein, aber ansonsten unverletzt.

Der Smart selbst, hat in der „Einflugschneise“ ganz schön Federn Kunststoffkarosserie gelassen, aber die Fahrgastzelle ist erstaunlicherweise intakt und Türen lassen sich ohne Probleme öffnen. Trotzdem ist es, wie es ist: ein Totalschaden.

Schade, aber seinen Job hat er erfüllt. Jetzt sind wir wieder auf der Suche nach einem neuen Auto. Ich schiele schon wieder nach einem Smart.…

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