Synology oder Selbstbau NAS?

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Drei Wochen Urlaub, die habe ich mir verdient. Denkste! Die ersten zwei Wochen habe ich bereits hinter mir und war immer mit etwas am Haus beschäftigt. Davon hatte so gut wie gar nichts mit Technik zu tun, ausser, dass ich den Switch im Keller endlich konfiguriert habe und ein paar Netzwerkdosen im Betrieb sind. Wie man oben auf dem Bild sieht ist auch noch Platz im Serverschränkchen und ich denke so ein NAS ist für die Verteilung von Daten mehr als praktisch und würde dort den Platz gut ausfüllen.

Die Frage, mit der ich mich seit einiger Zeit beschäftige ist, ob ich mir so ein NAS aus Computereinzelteile selbst zusammen baue oder zu einer fertige Lösung, wie z. B. das 812er von Synology, greife.

Zu welcher Hardware man bei der Selbstbaulösung greifen kann, um ein möglichst stromsparendes Gerät zu bekommen, wurde in der Ausgabe 2311 der c’t sehr schön beschrieben. Vorteil der eigenen Lösung ist, dass man sehr flexibel ist, Nachteil, dass man sehr viel selbst machen muss.

Meine Idee wäre ja, auf dem System mehrere virtuelle Maschinen laufen zu lassen. In einer läuft das eigentlich NAS. Da würde ich zu der fertigen Lösung von FreeNAS greifen. In einer weiteren virtuellen Instanz würde die VoiP‐Telefonanlage ihren Dienst verrichten (FusionPBX mit FreeSwitch dahinter). Die nötigen Voip Telefone von Snom habe ich bereits. In der letzten Instanz würde ein virtueller Videorekorder auf Basis von VDR laufen.

Schöne Idee, wie ich finde. Aber eine Menge Arbeit bis alles so läuft, wie man es gern hätte … wenn es denn mal so läuft. Es besteht immer noch das Risiko, dass dann doch nicht alles so Rund läuft.

Auf der anderen Seite könnte ich zu Synology greifen. Die Software von Synology ist ausgereift, alles läuft direkt nach dem auspacken, es gibt nette Programme für das iPhone, etc. Eine Runde Sache halt. Hinten über würde der VDR und die Telefonanlage fallen, wobei ich mir überlegt habe, die Telefonanlage im Zweifelsfall auf einem Raspberry PI laufen zu lassen. Für den Heimgebrauch sollte das reichen.

Ich bin mir noch total unsicher was und wie ich das umsetzte. Hat einer meiner Leser noch Ideen oder Erfahrungen? Ich bin um jeden Rat, Tipp und Hinweis dankbar!

8 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin generell davon überzeugt das die beste Lösung ein eigenes System ist. Meinen Server im Keller möchte ich auf keinen Fall mehr missen.
    Volle Kontrolle über Soft‐ und Hardware ist mit keiner fertigen Lösung zu vergleichen. Mal eben schnell das RAID vergrößern, noch n paar smb freigaben weil nfs eben doch nicht überall funktioniert, kurz noch ne virtuelle Maschine drauf um eine „Klohschüsselumgebung“ zuhaben usw usw usw.
    Ich habe vorher diverse TeraStation von Buffalo gehabt und werde nach dem Wechsel auf ein eigenes Debian System nie wieder zurück gehen. 🙂
    Der einzige echte Nachteil den ich sehe ist, das die selbstgebauten Server idR doch immer etwas mehr kosten als die gekauften komplett Lösungen.

  2. Die gekauften sind nicht wirklich HighPerformance Geräte, aber für den Hausgebrauch eigentlich in Ordnung. Wenn du jedoch ne große Foto oder Musiksammlung hast wo regelmäßig viele Dateien gelistet werden müssen hab ich noch kein NAS gesehen das die Darstellung ohne Verzögerung schafft.
    Das Synology hatte ich aber auch nicht in den Fingern.

    • Meinst du damit, dass Vorschaubilder wie bei Synology gerendert werden sollen oder generell das Verzeichnislisting? Im Moment steht es ja — den Kommentaren nach zu Urteilen, eher 1:1, aber ich habe eine leichte Tendenz…

      • Ich meine das echte dirlisting, ab knapp 5.000 Dateien hatte ich bei den ganzen NAS Lösungen, die alle nur softraid haben, nervige Wartezeiten. Ab 10.000 Dateien hab ich schon freiwillig aufs öffnen per smb share verzichtet.
        Auf dem „echten“ Server im Keller, der auch direkt mit 2x Gbit angeschlossen ist, liegen nun teils 40k+ Dateien im echten HW Raid6 und es läuft alles wie aktuell die Butter auf dem Fenstersims. 🙂
        Der Transfer von Daten per LAN liegt im Durchschnitt 80–100mb /sek .. mit den NAS Boxen kam ich teilweise nicht mal auf 10mb .. un dich red hier jetzt nicht von 3gb großen Dateien die ggf. noch irgendwo in nem Cache liegen.
        Das empfinde ich vor allem als Vorteil wenn man den Server auch noch als Backuplösung für die ganzen Workstations / Lappis nutzt.

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